Die Leidenschaft einer Familie
Wenn sich eine ganze Familie über Generationen dem Rahmen- und Fahrradbau verschreibt, dann blickt man nicht nur auf eine fast einzigartige Historie zurück, sondern in diesem speziellen Fall auch auf zwei Ehrungen von höchster staatlicher Stelle. Bevor es nach 37 Jahren zum ersten Mal so weit ist, entscheidet sich Viviano Nerozzi für eine gleichermaßen simple wie elegante Namensfindung: man nehme die Anfangsbuchstaben von Vor- und Nachname und gründet VINER. Das war 1947.
Bereits in den 1950er Jahren engagiert sich Viner im Radrennsport als Sponsor von Jugendmannschaften. Dieses Engagement zahlt sich aus: Viner wird über die Grenzen der Toskana hinaus bekannt. Steigende Verkaufszahlen und Expansion sind die Folge; die Produktion ist auf verschiedene Werkstätten im ganzen Stadtgebiet verteilt. Bis 1968 der neue Firmensitz am Fuße der Pistoieser Hügel errichtet wird. Dort residiert Viner noch heute. Auch geblieben ist es bei dem ungewöhnlich starken weiblichen Einschlag: Neda Bargiacchi, die Frau von Viviano, ist heute noch aktiv im Tagesgeschäft, ebenso die gemeinsamen Töchter Franca und Manuela.
Ab den 70er Jahren tritt Viner auch als Sponsor im Profisport auf, das Team Furzi-Ft, Roberto Conti Giancarlo Polidori und Marco Giovanetti fahren Viner. Doch auch den Amateuren bleibt man treu: die Holländer werden 1978 Weltmeister im 100km Zeitfahren. Ein herausragender Erfolg ist 1984 die Ehrung als "Cavaliere della Repubblica Italiana" durch Staatspräsident Alessandro Pertini für die unternehmerischen Verdienste. Neun Jahre später, 1993 folgt der Titel "Ufficiale della Repubblica" von Staatspräsident Oscar Luigi Scalfaro.
Zwischenzeitlich komplettieren die Schwiegersöhne Cesare Baldi und Roberto Capaccioli das Familienimperium und im Profizirkus geht es mit Teams wie Mapei, Navigare und Scrigno weiter. Auch im neuen Jahrtausend, als bereits viele andere Hersteller ihre Produktion ins billigere Ausland verlagert haben, besinnt man sich in Pistoia einmal mehr auf die eigenen Wurzeln und fertigt ausschließlich und vollständig in Italien.
Mit Francesco, dem Sohn von Franca und Roberto, und Serena, der Tochter von Manuela und Cesare, geht Viner in die dritte Generation, geprägt von Leidenschaft für den Radsport und einem Familiensinn, wie es beides wohl nur in Italien gibt.
"Obwohl es ein sehr harter und manchmal ziemlich grausamer Beruf ist, ist meine Liebe zum Radsport noch genau so groß wie damals, als ich ihn entdeckte. Ich bin überzeugt, dass ich noch lange nach meinem Rücktritt vom Profirennsport Fahrrad fahren werde. Ich will mein Fahrrad nie aufgeben. Ich sehe meinen Großvater, jetzt in den Siebzigern, der radelt noch überallhin. Für mich ist das schön. Und das Rad muss immer ein Teil meines Lebens bleiben."
STEPHEN ROCHE, Gewinner Tour de France und Giro d'Italia und
Straßenrad-Weltmeisterschaft 1987
zu den Rädern von Viner
Montag bis Mittwoch
nach Vereinbarung
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Fr 10.00 - 18.00 Uhr
Sa 9.00 - 18.00 Uhr
07031-4688022
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